Ein Spiel ist nicht automatisch „wie Dark Souls“, nur weil es düster und schwierig ist. Die eigentliche Ähnlichkeit entsteht meist aus mehreren Systemen gleichzeitig: Ausdauer, Checkpoints, Verlust nicht ausgegebener Ressourcen, wiederholtes Lernen von Gegnern, Abkürzungen, Bosskämpfe und eine Welt, die sich Schritt für Schritt erschließt.

Welche Merkmale machen Dark Souls aus?
Dark Souls Remastered kombiniert Third-Person-Nahkampf, Ausdauerverwaltung, Bonfires, Corpse Run, starke Build-Tiefe, wichtige Bosskämpfe und eine extrem vernetzte Welt.
Die Empfehlungen vergleichen deshalb Weltstruktur, Kampf, Fortschritt und Multiplayer statt nur einen ähnlichen Dark-Fantasy-Look.
Lies of P: moderne Souls-Struktur mit Perfect Guard
Lies of P behält Checkpoints, Ressourcenverlust, Waffen, Werte und starke Bossfokussierung, ergänzt aber Perfect Guard, Legion Arms und Waffenmontage.
Für Spieler, die eine moderne, stärker geführte Souls-Erfahrung mit präziser Defensive suchen, ist diese Kombination besonders relevant.
Lords of the Fallen: Dark Fantasy plus Doppelwelt
Mittelalterliche Dark Fantasy, Ausrüstung und Souls-artige Progression schaffen eine klare Nähe zu Dark Souls.
Axiom und Umbral verändern jedoch, wie Gebiete gelesen und erkundet werden. Moderne Koop-Funktionen machen die gemeinsame Progression außerdem anders als in älteren Souls-Spielen.
Salt and Sanctuary: Souls-Struktur in 2D
Salt and Sanctuary überträgt Checkpoints, Ausrüstung, Charakterentwicklung, Abkürzungen und Bosse in eine Seitenansicht.
Damit zeigt das Spiel, dass die Kernstruktur von Dark Souls nicht an eine 3D-Kamera gebunden ist. Wer die Progressionslogik mag, aber eine völlig andere Präsentation möchte, findet hier eine passende Variante.
Elden Ring: dieselbe Designfamilie, aber offen
Elden Ring übernimmt Ausdauer, Waffen, Builds, Bosslernen und viele FromSoftware-Grundideen, gibt dem Spieler aber wesentlich mehr räumliche Freiheit.
Wer vor allem RPG-Systeme und Kampf mag, findet einen natürlichen Übergang. Wer dagegen Lordrans enge Verknüpfung und kurze Abkürzungen liebt, kann die riesige offene Welt als deutlichen Wechsel empfinden.
Bloodborne: aggressivere Weiterentwicklung
Bloodborne behält Checkpoints und Bosslernen, verändert aber die Kampffilosophie durch Rally, transformierbare Waffen und Feuerwaffen-Paraden.
Dadurch wird Zurückweichen oft weniger attraktiv. Es ist eher eine Weiterentwicklung bestimmter Souls-Ideen als eine direkte Kopie.
Nioh 3: mehr Loot, mehr Skills, mehr Systeme
Nioh 3 erweitert die Spielerseite stark: viele Ausrüstungsstücke, Fähigkeiten und unterschiedliche Kampfstile.
Spieler, die Dark Souls wegen Build-Freiheit mögen, können diese Tiefe genießen. Wer gerade die relative Klarheit der Dark-Souls-Regeln schätzt, kann Nioh 3 dagegen deutlich komplexer finden.
Mortal Shell II: vertraute Stimmung, andere Regeln
Die düstere Atmosphäre passt zum Souls-Kontext, während Shells und ein Kampf ohne klassische Ausdauerleiste wichtige Regeln verändern.
Gerade deshalb eignet sich das Spiel für Spieler, die sehen möchten, wie weit die Formel verändert werden kann, ohne ihre Lern- und Risikostruktur vollständig zu verlieren.
Wie wählt man eine echte Dark-Souls-Alternative?
Wenn dir Lordran wichtig ist, achte auf vernetzte Weltstruktur. Für den Kampf sind Ausdauer, Blocken und Timing wichtiger. Für RPG-Fans zählt Build-Tiefe, für Online-Spieler Beschwörung, Invasionen und Fortschrittsregeln.
Die Frage „Was vermisse ich konkret an Dark Souls?“ führt deshalb schneller zur richtigen Alternative als die Suche nach einem möglichst ähnlichen Cover oder Setting.



