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Was ist ein Soulslike?

Klare Soulslike-Definition: anspruchsvoller Kampf, Checkpoints, Konsequenzen beim Tod, Erkundung, Bosse und Charakterfortschritt.

Von Soulslike Wiki RedaktionZuletzt geprüft am 2026-10-02ca. 3 Min. Lesezeit

Der Begriff „Soulslike“ ist keine offiziell geschützte Genrebezeichnung eines Publishers. Er beschreibt Spiele, die deutlich von Demon's Souls, Dark Souls und verwandten FromSoftware-Titeln beeinflusst sind. Entscheidend ist nicht einfach ein hoher Schwierigkeitsgrad, sondern das Zusammenspiel aus bewusstem Kampf, Erkundung, Checkpoints, Konsequenzen bei Niederlagen und einem Fortschritt, der sowohl den Charakter als auch das eigene Spielverständnis betrifft.

Gameplay-Screenshot zu Was ist ein Soulslike?

Kampf: Jede Aktion hat ein Risiko

In typischen Soulslikes ist gedankenloses Angreifen selten effizient. Gegneranimationen, Distanz, Ausdauer, Trefferfenster und Positionierung zählen. Spieler entscheiden ständig zwischen Ausweichen, Blocken, Parieren, Gegenangriff oder Rückzug. Gute Kämpfe belohnen nicht hektische Eingaben, sondern das Lesen von Mustern.

Darum verbessert sich nicht nur die Spielfigur. Auch der Spieler selbst lernt. Ein Boss, der beim ersten Versuch chaotisch wirkt, kann nach mehreren Versuchen klar lesbar werden, selbst wenn sich Ausrüstung und Level kaum verändert haben.

Checkpoints erzeugen Risiko und Entscheidung

Leuchtfeuer, Lampen, Idole oder andere Ruhepunkte teilen viele Soulslikes in überschaubare Abschnitte. Sie stellen Ressourcen wieder her, lassen aber häufig Gegner erneut erscheinen. Dadurch entsteht eine typische Entscheidung: weitergehen und die angesammelten Ressourcen riskieren oder zurückkehren, aufwerten und einen Teil des Fortschritts wiederholen?

Diese Spannung ist wichtiger als die konkrete Form des Checkpoints. Unterschiedliche Spiele können das System anders darstellen und trotzdem dieselbe Grundidee verwenden.

Tod ist Teil des Lernprozesses

Viele Soulslikes lassen nach dem Tod nicht ausgegebene Erfahrung oder Währung am Todesort zurück. Wer sie erreicht, kann sie zurückholen; wer vorher erneut stirbt, verliert sie möglicherweise dauerhaft. Dieses Corpse-Run-Prinzip ist weit verbreitet, aber keine zwingende Pflicht für jedes Spiel des Genres.

Wichtiger ist die Funktion: Niederlagen sollen spürbar sein, ohne das gesamte Gelernte zu löschen. Jeder Versuch liefert Informationen über Gegner, Wege, Fallen oder Bossphasen.

Schwierigkeit allein reicht nicht

Ein extrem schweres Jump'n'Run, Shoot'em-up oder Beat'em-up wird nicht automatisch zum Soulslike. Fehlen Checkpoint-Rhythmus, Lernschleife, bewusster Nahkampf, Erkundung oder vergleichbare Fortschrittssysteme, passt die Genrebezeichnung oft nur oberflächlich.

Umgekehrt kann ein Soulslike Hilfsoptionen besitzen. Accessibility- oder Assist-Einstellungen nehmen einem Spiel nicht automatisch seinen Genrecharakter, solange die grundlegende Struktur erhalten bleibt.

Welt, Abkürzungen und Builds

Viele starke Soulslikes belohnen räumliches Gedächtnis. Eine Tür, Leiter oder ein Aufzug kann einen langen Weg plötzlich mit einem bereits bekannten Checkpoint verbinden. Dadurch wächst das Verständnis der Welt parallel zum Charakter.

Einige Spiele erlauben schwere Waffen, schnelle Klingen, Magie, Status-Builds, Fernkampf oder Beschwörungen. Andere, etwa Sekiro, reduzieren die klassische Build-Freiheit und konzentrieren sich stärker auf Timing und Ausführung. Deshalb ist „Soulslike“ eher eine Familie verwandter Mechaniken als eine starre Checkliste.

Was bedeutet „Soulslike“ im Deutschen?

Im deutschen Sprachraum wird „Soulslike“ meist als Bezeichnung für ein Action-RPG oder Actionspiel verwendet, das zentrale Ideen der Souls-Spiele übernimmt. Häufig genannte Merkmale sind fordernde Kämpfe, das Lernen von Angriffsmustern, Checkpoints, wiederkehrende Gegner, verschachtelte Gebiete und eine Progression, bei der Technik und Spielverständnis wichtiger werden als bloßes Hochleveln.

Die oft verwendete Kurzform „wie Dark Souls“ ist deshalb nur ein Einstieg. Ein Spiel kann einzelne Elemente übernehmen, ohne die gesamte Souls-Struktur zu kopieren. Ein Ausdauerbalken, eine Ausweichrolle oder eine düstere Welt allein reichen noch nicht aus.

Soulslike, Soulsborne und „wie Dark Souls“

„Soulsborne“ wird meist verwendet, um FromSoftwares Souls-Spiele und Bloodborne historisch zusammenzufassen. „Soulslike“ ist breiter und umfasst auch Spiele anderer Studios, die zentrale Ideen übernehmen oder weiterentwickeln.

Für die Spielauswahl ist die konkrete Frage oft hilfreicher als das Label: Suchst du Paraden, offene Erkundung, dichte Level, Builds, Koop oder besonders harte Bosse? Genau diese Merkmale sagen mehr darüber aus, ob dir ein Spiel gefallen wird.

DARK SOULS REMASTERED – offizieller Trailer

Offizielles Video als visuelle Referenz zu den auf dieser Seite beschriebenen Mechaniken und Inhalten.

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