„Koop“ kann in Soulslikes sehr unterschiedliche Dinge bedeuten. Manche Spiele lassen einen Freund nur für einzelne Gebiete oder Bosse beitreten. Andere versuchen, eine längere gemeinsame Kampagne mit dauerhaftem Fortschritt zu ermöglichen. Wer zu zweit spielen will, sollte daher genauer prüfen als nur das Vorhandensein eines Koop-Logos.

Fünf Fragen vor dem gemeinsamen Kauf
Prüfe zuerst maximale Spielerzahl, Speicherfortschritt des Gastes, Dauer gemeinsamer Sessions, Cross-Play und die Frage, ob jeder Teilnehmer eine eigene Kopie benötigt.
Diese Punkte entscheiden oft stärker über die Alltagstauglichkeit als die reine Aussage „Online-Koop vorhanden“.
Lords of the Fallen: Shared Progression im Mittelpunkt
Die 2026er Koop-Updates von Lords of the Fallen bauen Shared Progression und weitere Möglichkeiten für den eingeladenen Spieler aus.
Damit nähert sich das Spiel stärker einer durchgehenden gemeinsamen Kampagne als ein System, bei dem ein Partner nur kurz für einen Boss erscheint. Trotzdem gelten Bedingungen, die in der offiziellen FAQ erklärt werden und vor dem Start gelesen werden sollten.
Elden Ring: Kooperation über Beschwörung
Elden Ring unterstützt gemeinsames Spielen, folgt aber weitgehend einer Host-/Beschwörungslogik. Ein Spieler öffnet seine Welt, andere helfen zeitweise.
Das funktioniert hervorragend, wenn schwierige Gebiete oder Bosse gemeinsam bewältigt werden sollen. Wer hingegen erwartet, dass beide Speicherstände automatisch identisch fortschreiten, sollte die Regeln genauer prüfen.
Remnant II: Koop als zentraler Bestandteil
Remnant II verwendet Schusswaffen und unterscheidet sich deutlich von einem mittelalterlichen Dark-Souls-Stil. Trotzdem sind Kooperation, Builds und anspruchsvolle Bosskämpfe zentral.
Wenn die wichtigste Anforderung „mit einem Freund gemeinsam spielen“ lautet, kann ein mechanisch weniger Souls-typischer Titel besser passen als ein optisch sehr nahes Spiel mit eingeschränktem Koop.
Nioh 3: bis zu drei Spieler, aber Plattformgrenzen beachten
Nioh 3 bietet Online-Multiplayer für bis zu drei Teilnehmer. Nach den offiziellen Angaben ist Cross-Play zwischen PS5 und PC jedoch nicht unterstützt.
Für Freundesgruppen ist das ein kritischer Punkt: Zwei Personen können dasselbe Spiel besitzen und trotzdem nicht zusammen spielen, wenn sie auf inkompatiblen Plattformen sind.
Lokaler und Online-Koop sind getrennte Funktionen
Ein Online-Koop-Modus bedeutet nicht automatisch Splitscreen oder gemeinsames Spielen an derselben Konsole.
Wenn dein eigentliches Ziel Couch-Koop ist, muss genau diese Funktion bestätigt sein. Ein allgemeiner „Co-op“-Tag reicht dafür nicht.
Invasionen können Koop verändern
In einigen Souls-Spielen erhöht gemeinsame Online-Nutzung gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit oder Möglichkeit von PvP-Invasionen.
Wer eine möglichst private Kampagne möchte, sollte Passwortsysteme, Sitzungsoptionen und Invasionsregeln prüfen. Koop kann also auch Auswirkungen auf PvP haben.
Welches Koop-Soulslike passt zu euch?
Lords of the Fallen ist besonders interessant für stärker geteilten Fortschritt. Elden Ring eignet sich für klassische Beschwörung und gemeinsame Bosskämpfe. Remnant II priorisiert Kooperation stärker, während Nioh 3 bis zu drei Spieler unterstützt, aber Plattformgrenzen beachtet werden müssen.
Der wichtigste erste Schritt ist deshalb nicht die Spielerzahl, sondern die Frage: Wie viel Fortschritt soll zwischen den Teilnehmern wirklich geteilt werden?



